Zum dritten Mal besuchten rund 100 Schüler:innen des BG/BRG Kapfenberg die FH JOANNEUM Kapfenberg, um beim Workshop „Sicher im Netz“ die Welt der IT-Sicherheit kennenzulernen.
Am 26. Juni 2024 drehte sich alles um die Frage: Wie kann man sich sicher im Internet bewegen, persönliche Daten schützen und verstehen, wie Hacker eigentlich vorgehen?
Einstieg in die Welt der Cybersecurity
Der Tag begann mit einer anschaulichen Einführung in die Grundlagen der IT-Sicherheit.
Im Mittelpunkt standen diesmal Cloud Computing und Software as a Service (SaaS) – also Dienste, die wir täglich nutzen, oft ohne zu wissen, wie komplex ihre Sicherheitsstrukturen sind.
Die Schüler:innen erfuhren, wie Angriffe auf Cloud-Systeme ablaufen, welche Risiken dabei entstehen und mit welchen einfachen, aber wirksamen Maßnahmen man sich schützen kann.
Hacking – aber mit Verantwortung

Nach dem theoretischen Teil ging es in die Praxis: In einer Hacking Challenge durften die Jugendlichen selbst aktiv werden.
In einer sicheren, simulierten Umgebung schlüpften sie in die Rolle von Angreifern – allerdings mit dem Ziel, Sicherheitslücken zu finden und zu schließen.
Dabei lernten sie, wie viel strategisches Denken und technisches Wissen in der Cyberabwehr steckt. Besonders eindrucksvoll war die Erkenntnis, dass ethisches Hacking ein wichtiger Bestandteil moderner IT-Sicherheit ist.



Ein Blick ins Darknet
Ein weiterer Höhepunkt war der geführte Einblick ins Darknet.
Die Schüler:innen entdeckten, wie Cloud-Dienste auch missbraucht werden können, etwa um illegale Aktivitäten zu verschleiern. Dabei standen nicht nur technische Aspekte im Vordergrund, sondern auch rechtliche und ethische Fragen:
Wo endet Anonymität – und wo beginnt Verantwortung im Netz?
Viele waren überrascht, wie eng Datenschutz, Privatsphäre und digitale Ethik miteinander verknüpft sind.
Cloud Computing
Ergänzend zum Event „Sicher im Netz“ wurde im Rahmen des Besuchs an der FH JOANNEUM auch der Server- und Hardware-Workshop durchgeführt, der die technischen Grundlagen hinter Cloud-Diensten greifbar machte. Aufbauend auf den Inhalten des Cloud Computing Labs wurden dabei zentrale Konzepte wie Client-Server-Kommunikation, Protokolle (z. B. HTTP, DNS, DHCP) sowie der physische Aufbau von Rechnern und Netzwerkinfrastruktur praxisnah vermittelt. Die Schüler:innen lernten nicht nur, was ein Server ist und welche Rolle er im Netzwerk übernimmt, sondern konnten anhand anschaulicher Beispiele und spielerischer Simulationen selbst nachvollziehen, wie Anfragen verarbeitet und Daten über Netzwerke übertragen werden. Parallel dazu bot der Hardware-Teil Einblicke in Komponenten wie Prozessor, Speicher und Netzwerkschnittstellen und zeigte, wie physische Geräte die Basis für virtuelle Cloud-Dienste bilden. Damit wurde deutlich, dass Cloud Computing nicht „irgendwo im Internet“ passiert, sondern auf konkreter Hardware, klar definierten Protokollen und strukturierten Netzwerkarchitekturen basiert. Die Cloud-Thematik zog sich somit als verbindendes Element durch das gesamte Event – von IT-Sicherheit über Serverkommunikation bis hin zur zugrunde liegenden Hardware – und vermittelte ein ganzheitliches Verständnis moderner digitaler Infrastruktur.
Austausch und neue Perspektiven
Zum Abschluss reflektierten die Schüler:innen in einer offenen Diskussionsrunde ihre Eindrücke des Tages. Dabei zeigte sich, wie groß das Interesse an IT-Sicherheit und Datenschutz ist – und dass viele Lust bekommen haben, sich intensiver mit diesen Themen zu beschäftigen.
Fazit
Die dritte Ausgabe von „Sicher im Netz“ machte einmal mehr deutlich, wie wichtig digitale Kompetenz in einer vernetzten Welt ist. Wer versteht, wie Cybersecurity funktioniert, bewegt sich nicht nur sicherer in der Cloud – sondern gestaltet die digitale Zukunft aktiv und verantwortungsvoll mit.

